Gruppe 3 -- Die heutige Christenheit als Indiz für Jesu Existenz

Thema: Jesus von Nazareth

Mensch oder Gott oder wer?

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Gruppe 3


Das heutige Erscheinungsbild der Christenheit

als Indiz für die Existenz Jesu



  1. In den Wissenschaften ist man sich einig, dass der christliche Glaube seinen Ursprung in Israel / Palästina in der ersten Hälfte des ersten Jahrhunderts unserer Zeitrechnung hat. Einigkeit herrscht weiterhin darüber, dass die ersten Christen als religiöse Gruppe nicht über längere Zeit aus dem Judentum herausgewachsen sind. Es ist eindeutig, dass die erste christliche Gemeinde plötzlich da ist auf Grund eines ganz bestimmten, einzig artigen Ereignisses. Von Anfang an unterscheidet sie sich markant von ihrer Mutterreligion, dem Judentum, und sie zeigt gerade darin ihre Eigenständigkeit. 

Aufgaben (zu Text 1): 1.  Erläutern Sie, wie es zu dem singulären Ereignis kommt, das dazu führt, dass sich die Jüngerinnen und Jünger Jesu in der Öffentlichkeit als eigenständige Gruppe zeigen! 2.  Benennen Sie die drei Glaubenselemente und die beiden Riten, die die Eigenständigkeit der Urgemeinde im Gegenüber zum Judentum markiert haben!

  1. Die Christenheit ist ein äußerst komplexes Sammelsurium unterschiedlicher Kirchen und christlicher Gruppen. Text 2 vermittelt Ihnen hierfür einen kleinen Einblick und Überblick. Diese große Vielfalt geht auf eine 2000 jährige Geschichte zurück, in der sich die Christenheit immer wieder aufgrund unterschiedlicher Glaubensauffassungen gespalten hat. Text 3 zeigt dies schematisch auf.
  2. Trotz der Zersplitterung in Tausende von unterschiedlichen Gruppen ist dennoch eine große Einheitlichkeit in den wesentlichen Grundzügen des Glaubens und des Lebens der Christen festzustellen. Das, was die Eigenständigkeit gegenüber der jüdischen Religion ausgemacht hat, steht zugleich für die Einheitlichkeit von über 95 % der Christenheit. Aufgabe (zu Text 4): Zeigen Sie auf, welche von den in Aufgabe 1.2. genannten drei Glaubenselementen und zwei Riten auch heute noch für die Mitgliedschaft im Ökumenischen Rat der Kirchen verbindlich sind.
  3. So wie sich die heutige Christenheit zeigt, ist in ihr durchaus Widersprüchliches vereinigt. Einerseits ist die Christenheit unglaublich zersplittert, dennoch ist sie aber in entscheidenden wichtigen Zügen geeint, so dass Gemeinschaft untereinander möglich ist. Wie lässt sich dieses Erscheinungsbild erklären? Historiker gehen davon aus, dass die gleichzeitige Zersplitterung und Einheitlichkeit hauptsächlich aus den Bedingungen, die in der Ursprungssituation gegeben waren, abgeleitet werden muss: Da ist einerseits die Einheit gegeben, da alles von einer einzigen Person „Jesus von Nazareth“ ausgeht und sich die gesamte Zeugenschaft auf ihn zurück bezieht (Texte 5+6). Andererseits gibt es die Jüngerinnen und Jünger Jesu, die sich an ihn unterschiedlich erinnern, da für sie durch ihre jeweilige persönliche Situation Unterschiedliches wichtig war, das sie weitergaben. Hierfür ist das vielfältige frühchristliche Schrifttum ein Zeugnis. Wäre Jesus zum Beispiel eine literarische Erfindung und gäbe es über ihn folglich nur einen einzigen Bericht, dann hätte dieser Bericht zwar auch für Einheitlichkeit gesorgt, die Zersplitterung könnte aber so nicht erklärt werden.
  4. Aufgabe: Bewerten Sie die vorgelegte Argumentation, dass einerseits die Eigenständigkeit, andererseits die Einheitlichkeit (bei aller Zersplitterung) als Indizien dafür sprechen, dass der Ursprung der christlichen Bewegung Jesus von Nazareth gewesen ist, ein konkretes Ereignis vor ca. 2000 Jahren in Palästina!



Text 1

Urgemeinde in Jerusalem: Die ersten Christen

»Sie sind ein Herz und eine Seele« lautet eine bekannte Redewendung; kaum jemand weiß jedoch, dass diese Redewendung aus der Bibel stammt. Mit ihr charakterisiert der Evangelist Lukas in der Apostelgeschichte die erste christliche Gemeinde in Jerusalem: »Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam« (4,32).

Heute wissen wir, dass Lukas ein sehr idealisiertes Bild der ersten christlichen Gemeinde gemalt hat. Ihm kam es weniger darauf an, historisch objektiv über die ersten Anfänge des Christentums zu berichten, sondern die Urgemeinde den Christen seiner Zeit als leuchtendes Vorbild der Einheit und der gegenseitigen Liebe vor Augen zu stellen. Tatsächlich war aber schon das Leben in der Jerusalemer Urgemeinde nicht frei von Spannungen.


Wie kam es nun zur Entstehung der Jerusalemer Urgemeinde? Nach der Hinrichtung Jesu flüchteten die meisten seiner Anhänger aus Jerusalem und kehrten in ihre Heimat Galiläa zurück. In Galiläa geschah dann das, was Paulus im 1. Korintherbrief 15,5-7 wohl am historisch Zuverlässigsten wiedergibt: die Erscheinungen des hingerichteten Jesus von Nazareth vor seinen Anhängerinnen und Anhängern, die diese bald als Auferweckung Jesu von den Toten deuteten und verkündigten. Simon Petrus, dem Jesus nach dem Zeugnis des Paulus zuerst erschien, zog daraufhin mit den »Zwölf« und anderen Jesusanhängern zurück nach Jerusalem.

Petrus und Paulus als Gravur in einer römischen Katakombe, 4. Jahrhundert.

Dort, im religiösen Zentrum Israels, erwarteten sie die Wiederkunft Jesu als Menschensohnrichter und das Ende der gegenwärtigen Weltzeit. Doch dann geschah am »Wochenfest«, dem zweiten großen jüdischen Wallfahrtsfest, fünfzig Tage nach dem »Passahfest«, das, was wir heute als Pfingstereignis bezeichnen. Der Geist Gottes kam über die in Jerusalem versammelten Jüngerinnen und Jünger Jesu. Was genau geschah, muss wohl im Dunkeln bleiben, doch die Folgen sind deutlich erkennbar. Die Jünger, allen voran Petrus, fassten den Mut, vor den vielen jüdischen Pilgern aus allen Teilen des Römischen Reiches öffentlich zu verkünden, dass Jesus von Nazareth von Gott auferweckt und als Messias (griechisch: Christus) eingesetzt wurde. Daraufhin muss die bisher kleine Gemeinde der Jesusanhänger beträchtlich angewachsen sein. Zu den neuen Mitgliedern gehörten von nun an nicht nur palästinische Juden aus den unterschiedlichsten Gruppen (Pharisäer, Apokalyptiker, Essener, Zeloten), sondern auch Juden aus allen Teilen der Diaspora.


Anders als sich viele Christen heute vorstellen, fühlte sich die Urgemeinde zu diesem Zeitpunkt noch ganz innerhalb des Judentums. Die ersten Christen waren also Juden, die regelmäßig zum Gebet in den Tempel gingen, die sich am Sabbat in ihren Synagogen versammelten und die in den heiligen Schriften ihres Volkes lasen. Von den anderen jüdischen Gruppen unterschieden sie sich am Anfang vor allem dadurch, dass sie Jesus von Nazareth als den Auferstandenen verkündigten und seine Wiederkunft als Menschensohn erwarteten. Von ihrem Selbstverständnis her sahen sie sich aber ... als das wahre Gottesvolk, in das hinein ganz Israel gerufen war.

Wer in diese neue Gemeinschaft aufgenommen werden wollte, ließ sich zur Vergebung der Sünden taufen. Doch nicht die Taufe war die wichtigste Institution der ersten Christen, sondern das gemeinsame Mahl. Dieses Mahl fand nicht für alle gemeinsam statt, sondern wurde aufgrund von Raumproblemen in verschiedenen Häusern gehalten. »Es war ein wirkliches Sättigungsmahl und entsprechend den Lebensumständen der damaligen Zeit oft die einzige sättigende Mahlzeit am Tag« (Ludger Schenke). Das galt besonders für die Armen und Unbemittelten.

Mit ihm fest verbunden war der Ritus des »Brotbrechens« (Apostelgeschichte 2, 46), bei dem es sich vermutlich um den ältesten Eucharistietyp handelt. Die Urgemeinde setzte damit nicht nur das letzte gemeinsame Mahl Jesu mit seinen Jüngern fort, sondern erinnerte auch an die anderen Gemeinschaftsmähler des irdischen Jesus. 

Eucharistische Fische, Wandmalerei aus der Calixtus-Katakombe, 2./3. Jahrhundert.


Doch herrschten auch in der Urgemeinde nicht nur Eintracht und Friede; das kann selbst der auf Harmonie bedachte Lukas nicht ganz verschweigen.                                                                                  Dr. Angelika Strotmann

http://universal_lexikon.deacademic.com/313734/Urgemeinde_in_Jerusalem%3A_Die_ersten_Christen


Text 2


Heutzutage ...

gibt es in Offenbach / Stadt 14 evangelische Kirchengemeinden.

Sie sind Teil der über 1100 Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN), zu der ungefähr 1.600 000 Gemeindeglieder gehören.

Die EKHN ist eine von 20 Gliedkirchen der EKD (Evangelische Kirche in Deutschland) mit ca. 23. 500 000 Mitgliedern.

Die EKD ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK). Diese Arbeitsgemeinschaft besteht aus 17 Mitgliedern, 6 Gastmitgliedern und 4 Beobachtern, allesamt christliche Kirchen in der BRD:



Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen

  • Arbeitsgemeinschaft Anglikanisch-Episkopaler Gemeinden in Deutschland
  • Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden in Deutschland
  • Armenisch-Apostolische Orthodoxe Kirche in Deutschland
  • Äthiopisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland
  • Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland (Baptisten)
  • Die Heilsarmee in Deutschland
  • Evangelisch-altreformierte Kirche in Niedersachsen / Evangelisch-methodistische Kirche
  • Evangelische Brüder-Unität / Herrnhuter Brüdergemeine
  • Evangelische Kirche in Deutschland
  • Katholisches Bistum der Alt-Katholiken in Deutschland
  • Koptisch-Orthodoxe Kirche in Deutschland
  • Mülheimer Verband Freikirchlich-Evangelischer Gemeinden
  • Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland
  • Römisch-katholische Kirche
  • Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche
  • Syrisch-Orthodoxe Kirche von Antiochien in Deutschland


Gastmitglieder

  • Apostelamt Jesu Christi
  • Apostolische Gemeinschaft
  • Bund Freier evangelischer Gemeinden in Deutschland
  • Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Deutschland
  • Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
  • Freikirchlicher Bund der Gemeinde Gottes


Beobachter

  • Arbeitsgemeinschaft Ökumenischer Kreise
  • Christinnenrat
  • Evangelisches Missionswerk in Deutschland
  • Religiöse Gesellschaft der Freunde (Quäker)



Insgesamt sind knapp 50 000 000 BundesbürgerInnen Mitglied in einer christlichen Gemeinschaft.

Mit rund 2,26 Milliarden Anhängern ist das Christentum vor dem Islam (rund 1,57 Milliarden) und dem Hinduismus (rund 900 Millionen) die in der Welt am weitesten verbreitete Religion (Wikipedia, Art. Christentum). Zusätzlich zu den Christen sind auch noch kleinere Gruppen wie z.B. die Mormonen (ca. 15 Millionen) oder die Zeugen Jehovas (ca. 8 Millionen) zu nennen, wenn man danach fragt, wer sich heutzutage von Jesus von Nazareth herleitet.



Text 3

Seit beinahe 2000 Jahren ...



... gibt es Menschen, die wegen ihres Glaubens an Jesus von Nazareth als ihren Erlöser (>>> Christus) Christinnen und Christen genannt werden.

 

Das obige Schaubild vermittelt den Eindruck, als ob die Christenheit der ersten Jahrhunderte bis zum Konzil von Ephesus eine einheitliche Erscheinung gewesen sei. Dies stimmt aber nicht. Dieser Eindruck wird allein dadurch erzeugt, dass in dem gesamten Schaubild um der Übersichtlichkeit willen auf Details verzichtet wird.

An einem einzigen Beispiel soll die äußerst vielfältige Entwicklung aufgezeigt werden: So nahmen an den Konzilsberatungen in Ephesus (431 n. Chr.) 150 Bischöfe teil, die aus dem gesamten römischen Reich anreisten  --  sogar aus England, Spanien, Nordafrika und dem Iran.

Da es noch keine mächtige Zentralgewalt gab, die bindend feststellen konnte, was recht und was unrecht ist, kann man sich die Vielfalt der Standpunkte zu den Glaubensfragen, die strittig waren, gut vorstellen. In Ephesus geschah es zum ersten Mal, dass eine große Gruppe von christlichen Gemeinden (Nestorianer) als irrgläubig ausgegrenzt wurde. Solche in der Geschichte immer wiederkehrende Kirchenspaltungen haben zu dem heutigen Erscheinungsbild der Christenheit geführt. In dem obigen Schaubild sind nur ganz wenige, allerdings die schwerwiegendsten Kirchenspaltungen berücksichtigt.


Text 4

Basis des ÖRK[Bearbeiten]   [<<< Ökumenischer Rat der Kirchen]

Der ÖRK besteht aus Kirchen, Konventionen oder Vereinigungen von Kirchen, die mit der Basiserklärung übereinstimmen ... .

Für die Mitgliedschaft gibt es theologische und organisatorische Voraussetzungen.[1]


Theologische Voraussetzungen[Bearbeiten]

•Bekenntnis zum Glauben an den dreieinigen Gott wie er in der Bibel und im Nicäno-Konstantinopolitanum ausgedrückt ist.

•Die Kirche verkündet das Evangelium und feiert die Sakramente nach ihrer Lehre.

•Die Kirche praktiziert die Taufe „im Namen des Vaters, des Sohns und des Heiligen Geists“ und erkennt an, dass die Kirchen die gegenseitige Anerkennung ihrer Taufe anstreben müssen.

•Die Kirche erkennt die Gegenwart und das Wirken Christi und des Heiligen Geistes jenseits ihrer eigenen Grenzen an und bittet darum, dass allen Kirchen die Einsicht geschenkt werden möge, dass auch andere Mitgliedskirchen an die Heilige Trinität und die erlösende Gnade Gottes glauben. ...

Organisatorische Voraussetzungen[Bearbeiten]

•Die Kirche kann autonom über ihre Lehre und Organisation bestimmen.  ...

•Die Kirche (oder Gruppe von Kirchen) hat 50.000 Mitglieder (Ausnahmen sind möglich). Kleinere Kirchen, die sonst alle Voraussetzungen erfüllen, können ohne Stimmrecht aufgenommen werden.  ...


Organisation[Bearbeiten]

•Sitz: Genf

•Generalsekretär: Pfarrer Olav Fykse Tveit von der Norwegisch-Lutherischen Kirche

•Vorsitzender des Zentralausschusses: Pastor Walter Altmann, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirchen Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien.

In der Regel werden Beschlüsse des ÖRK im Konsensverfahren gefasst, also nicht durch Mehrheitsabstimmungen. Mögliche Fälle von Konsens sind:

•Einstimmigkeit

•Mehrheit ist einverstanden, Minderheit begnügt sich damit, dass eine ausführliche und faire Aussprache stattgefunden hat und erhebt keine Einwände.

•Es besteht Einigkeit darüber, dass keine Entscheidung erzielt werden kann oder dass unterschiedliche Auffassungen über einen Gegenstand bestehen können. Diese Auffassungen werden ins Protokoll aufgenommen.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96kumenischer_Rat_der_Kirchen

Text 5

Jesus von Nazareth im Umfeld Israels

3. Jesus begegnet uns in den Evv [Evangelien] durchweg als ein ganz bestimmter, einmaliger „Charakter" ... . Es gibt da viele Dinge, die gerade für ihn und nur für ihn typisch und bezeichnend sind, so seine Stellung zu verschiedenen Gruppen seines Volkes, etwa zu den Pharisäern und ihrer Theologie, zu den Zöllnern und „Sündern", zu den Armen. Man beobachtet an seiner Gestalt eine ganz bestimmte Reaktionsweise, die einmalig und nicht nachahmbar ist. Dieser „Charakter" kann keine Erfindung sein. Es gibt, sagt Dahl, „für Jesus Bezeichnendes" (S.117); das gilt bis in seine Sprache hinein.

Franz Mußner, Jesus von Nazareth im Umfeld Israels und der Urkirche, Tübingen, Mohr Siebeck 1999, S. 116f,  http://books.google.de/books



Text 6

Sind die Evangelien eine zuverlässige Quelle?

Dazu schreibt der Theologe H. ZAHRNT:    "...Wer vorurteilslos an die Evangelien herangeht, gewinnt aus ihnen - trotz aller Verschiedenheit im einzelnen - den Eindruck einer einheitlichen, geschlossenen Persönlichkeit, die hinter allem steht. Besäßen wir literarisch nur ein einziges Evangelium und stammte dies zudem noch von einem einzigen Verfasser, so müssten wir damit rechnen, dass das geschlossene, einheitliche Bild der Persönlichkeit Jesu, das uns aus der Überlieferung entgegentritt, eine literarische Schöpfung und religiöse Fiktion sein könnte. . . .

Wenn solche bruchstückhafte Überlieferung trotzdem das Bild einer einheitlichen, geschlossenen Persönlichkeit darbietet, so kommt man nicht um das Urteil herum, dass dieses Bild historisch echt sein muss. Das aber heißt, dass die einheitliche, geschlossene Persönlichkeit von vornherein am Anfang gestanden hat und nicht erst im Laufe eines literarischen Produktionsprozesses erschaffen worden ist.   ...  Das Gesamtbild von Jesus ist nicht erst aus einzelnen Bruchstücken zusammengesetzt worden; vielmehr sind alle einzelnen Bruchstücke von vornherein durch sein Gesamtbild geprägt."

(H. ZAHRNT )      http://www.dober.de/jesus/evangelien1.html