... sich finden lassen vom Glück ...

...  sich finden lassen vom Glück  ...

Vom Schatz und von der Perle (Matthäus 13, 44-46)

Der Friede Gottes ist mit uns allen. Amen.


Liebe Gemeinde,

der heutige Predigttext besteht aus zwei ganz kurzen Gleichnissen Jesu.

Sie erzählen vom Himmelreich. Sie erzählen davon, wonach wir uns von ganzem Herzen sehnen. Vielleicht wissen wir das gar nicht, was für ein großer Wunsch da ganz tief in uns schlummert.

Aber ich glaube, eine Ahnung vom Himmelreich, davon, wie es sein könnte, dass ich echt glücklich bin   ---   solch eine Ahnung hat wohl jeder Mensch.

In der alltäglichen Werbung, im Fernsehen, in den Zeitschriften wird das ja sichtbar: das Paradies auf Erden:    "Ein Gläschen Sekt und die Sorgen schwinden", "ein Urlaub auf Mallorca und alle verbrauchten Energien kehren zurück".

Aber bin ich dann wirklich im Glück?   Ist das wirklich das Himmelreich?

Kann ein neues Auto all unsere Sehnsucht stillen? Und ist das eigene Haus in der Tat die Erfüllung aller Träume?

Jesus sagt: Das Himmelreich gleicht einem Schatz, der im Acker verborgen ist. Den fand ein Mensch, und er versteckte ihn schnell wieder. Und er ging in seiner Freude hin und verkaufte alles, was er hatte, und er kaufte sich den Acker.

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen sammelte. Und als er eine besonders kostbare Perle fand, da ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte diese eine.


Darauf kommt es an, so sagt Jesus: Wer das Himmelreich entdeckt   ---    wer das findet, was seine tiefste Sehnsucht stillt, für den gibt es kein Halten mehr. Der gibt in seiner Freude alles her, was sein eigen ist, um dieses Eine zu haben.


Aber, liebe Gemeinde, was ist dieses Eine?

Was ist es, was uns fehlt, damit wir sagen können: Ich bin glücklich. Ich bin am Ziel angekommen, nun können mir sogar Sterben und Tod nichts mehr anhaben.

Hierüber sagt Jesus ja nichts, darüber, was nun das Himmelreich ausmacht.


Mir selbst hat vor einigen Jahren ein Schüler für diese Frage die Augen geöffnet. Urplötzlich habe ich damals gespürt, dass das, was er sagte, eine Antwort von Gott her war. Und so möchte ich ihnen davon erzählen, wie es dazu kam:

Wir sprachen damals in der Schule über das Thema "Glück",  ...   also über die Frage: "Was der Mensch zum Leben braucht, damit er zufrieden seinen Weg gehen kann."


In einer dieser Stunden erschien ich im Klassenraum mit einem Stapel Illustrierten, mit Papier und Malstiften und forderte die Klasse auf, zum Thema "Glück" ein Bild zu malen oder eine Collage zu entwerfen.

Sie können sich, liebe Gemeinde, gewiss vorstellen, was für Bilder da entstanden sind.

Sie waren farbenfreudig, Spiegelbilder unseres Wohlstandes, angefüllt mit vielen Glückserfahrungen.

Ein frisch getrautes Ehepaar tauchte neben der glücklichen Familie am Frühstückstisch auf. Friedenszeiten wurden sichtbar.

Einer der Schüler, es war ein ruhiger, fast schüchterner Junge, der malte ein ganz besonderes Bild. Er malte zunächst eine massive, graue Mauer und dann zeichnete er in diese Mauer hinein   ---   er zeichnete zwei leuchtende, orange - rote Buchstaben. Ganz groß traten die Buchstaben aus der Mauer hervor, und wir alle lasen das kleine und doch so große Wort "Ja".

Als die Mitschüler ihn fragten, was das soll, da konnte er sich zunächst gar nicht richtig ausdrücken. Und dann sagte er: "Für mich ist nur eines wichtig, um glücklich zu sein. Ich brauche jemanden, der endlich einmal  'Ja'  zu mir sagt. Alle sagen zu mir 'Nein'. Alle kritisieren mich. Ich brauche einen, der  'Ja'  zu mir sagt. Ja - ohne wenn und ohne aber."


Ich glaube, liebe Gemeinde, dieser Schüler hat ausgezeichnet das beschrieben, was Jesus selbst mit dem Himmelreich ansagen will.

Nämlich dies: Da ist einer, der sagt "Ja" zu dir.  --  Der sagt "Ja" zur dir ohne wenn und aber.

So einer ist Gott.


Der christliche Glaube bekennt, dass Gottes Herz so groß ist, dass wir dieses "Ja" unmöglich zerstören können. Dieses Ja, liebe Gemeinde, dieses göttliche Ja wartet auf uns in unserem Alltag, in unserem Leben. So wie der Schatz, so wie die Perle auf ihren Entdecker gewartet haben - genauso ist Gottes Ja auf unserem Lebensweg versteckt, und es gilt zuzugreifen, wenn wir ihm begegnen.


Darüber nun, wie Menschen von einem solchen Ja berührt worden sind - - ganz tief in ihrem Herzen - darüber lassen sich unzählig viele Geschichten erzählen.

Manchmal sind das dramatische Geschichten  ---   Erzählungen, in denen Gott selbst zum Zuge kommt. Zumeist aber geht es alltäglich zu: Da sind es die Eltern, in deren Liebe Gott zu den Kindern spricht.  Da sind es die Ehegatten, die sich gegenseitig das Ja Gottes weitersagen.

Da sind es oft ganz kurze Begegnungen, wo ein Mensch erfährt, ich bin wichtig, ich werde gebraucht, so wie ich bin   -   ohne wenn und ohne aber.


Oft jedoch, liebe Gemeinde, da begegnet uns Gott mit seinem Ja, und wir sind unfähig, das "Ja" zu hören. Ich denke mir, dass das einer der Gründe dafür ist, dass wir selbst so wenig glücklich sind. Um diesen Gedanken, um unsere Schwierigkeit mit Gott deutlich zu machen, möchte ich zum Abschluss die beiden Gleichnisse Jesu aus dem 13. Kapitel des Matthäus - Evangeliums noch mal erzählen. Allerdings werden sie diesmal ihren normalen Gang nehmen, nicht so, wie Jesus sie gemalt hat, vielmehr so, wie es uns allen viel eher entspricht.


Die Gleichnisse hören sich dann so an:

Da war ein Mann, ein Landarbeiter, der arbeitete eines Tages auf dem Feld eines Bauern.

Beim Pflügen stieß der Pflug plötzlich an einen Gegenstand, und mit der Erde kam eine Tonscherbe nach oben. Der Landarbeiter dachte:  "Das ist ja fast wie im Märchen. Da unten könnte ein Schatz verborgen sein, ein Schatz in einem Tonkrug."

"Aber so etwas gibt es in Wirklichkeit ja doch nicht", so sagte sich der Mann, und er pflügte weiter und ließ den Schatz liegen, wo er war, denn er war ein Realist, der nicht mit Wundern rechnete. Und so hat er das „Ja“ Gottes nicht gehört. 

Und das andere Gleichnis hört sich neu erzählt so an:

Und es war ein Kaufmann, der gute Perlen sammelte. Und als er eines Tages eine besonders kostbare Perle fand, da entstand in ihm der Wunsch, diese Perle zu besitzen. Aber an diesem Tage hatte er wichtige andere Termine, die es verhinderten, den Kauf vorzunehmen. Als er endlich am übernächsten Tag zur Tat schritt, da war jene Perle bereits in fremden Händen, und er hat sie nie mehr gesehen.

Liebe Gemeinde, ich glaube, dass wir alle in dieser Gefahr stehen: Da spricht Gott zu uns, dass wir in seinen Augen unendlich wertvoll sind, aber wir haben keine Zeit  -  wie der Perlenkaufmann  -  und wir sind zu realistisch, als dass wir das "Ja" Gottes wirklich ergreifen.


Das aber, so sagt Jesus in seinen Gleichnissen   -   das aber ist das Entscheidende, dass wir uns von Gottes  "Ja"  finden lassen und es dann ganz fest in unseren Herzen festhalten  -  diesen Glauben, dass wir als Kinder Gottes so wertvoll sind wie eine besonders kostbare Perle, so wertvoll wie ein großer Schatz.Amen.


Liebe Gemeinde,

ich habe im Urlaub im Odenwald Perlen entdeckt  --  Elfenbein - Perlen. Perlen, die dieses eine erzählen: Gott sagt „Ja“ zu dir.

Ich glaube, dieser Glaubenssatz ist so wichtig, dass wir uns immer wieder daran erinnern sollten. Und so soll jeder von uns so eine Perle geschenkt bekommen. Damit sie nicht verloren geht, habe ich sie mit einer Sicherheitsnadel verbunden. So kann man sie sich zum Beispiel anstecken, so dass Sie ab und zu erinnert werden an das große „Ja“ Gottes.

Wenn wir die Perle sehen und fühlen, dann werden wir merken, dass nicht nur wir selbst, dass vielmehr auch der Freund, der Nachbar und der Fremde unter dem großen „Ja“ Gottes stehen.

Der Friede Gottes ist mit uns allen. Amen.


Liebe Gemeinde,

der heutige Predigttext besteht aus zwei ganz kurzen Gleichnissen Jesu.

Sie erzählen vom Himmelreich. Sie erzählen davon, wonach wir uns von ganzem Herzen sehnen. Vielleicht wissen wir das gar nicht, was für ein großer Wunsch da ganz tief in uns schlummert.

Aber ich glaube, eine Ahnung vom Himmelreich, davon, wie es sein könnte, dass ich echt glücklich bin   ---   solch eine Ahnung hat wohl jeder Mensch.

In der alltäglichen Werbung, im Fernsehen, in den Zeitschriften wird das ja sichtbar: das Paradies auf Erden:    "Ein Gläschen Sekt und die Sorgen schwinden", "ein Urlaub auf Mallorca und alle verbrauchten Energien kehren zurück".

Aber bin ich dann wirklich im Glück?   Ist das wirklich das Himmelreich?

Kann ein neues Auto all unsere Sehnsucht stillen? Und ist das eigene Haus in der Tat die Erfüllung aller Träume?

Jesus sagt: Das Himmelreich gleicht einem Schatz, der im Acker verborgen ist. Den fand ein Mensch, und er versteckte ihn schnell wieder. Und er ging in seiner Freude hin und verkaufte alles, was er hatte, und er kaufte sich den Acker.

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen sammelte. Und als er eine besonders kostbare Perle fand, da ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte diese eine.


Darauf kommt es an, so sagt Jesus: Wer das Himmelreich entdeckt   ---    wer das findet, was seine tiefste Sehnsucht stillt, für den gibt es kein Halten mehr. Der gibt in seiner Freude alles her, was sein eigen ist, um dieses Eine zu haben.


Aber, liebe Gemeinde, was ist dieses Eine?

Was ist es, was uns fehlt, damit wir sagen können: Ich bin glücklich. Ich bin am Ziel angekommen, nun können mir sogar Sterben und Tod nichts mehr anhaben.

Hierüber sagt Jesus ja nichts, darüber, was nun das Himmelreich ausmacht.


Mir selbst hat vor einigen Jahren ein Schüler für diese Frage die Augen geöffnet. Urplötzlich habe ich damals gespürt, dass das, was er sagte, eine Antwort von Gott her war. Und so möchte ich ihnen davon erzählen, wie es dazu kam:

Wir sprachen damals in der Schule über das Thema "Glück",  ...   also über die Frage: "Was der Mensch zum Leben braucht, damit er zufrieden seinen Weg gehen kann."


In einer dieser Stunden erschien ich im Klassenraum mit einem Stapel Illustrierten, mit Papier und Malstiften und forderte die Klasse auf, zum Thema "Glück" ein Bild zu malen oder eine Collage zu entwerfen.

Sie können sich, liebe Gemeinde, gewiss vorstellen, was für Bilder da entstanden sind.

Sie waren farbenfreudig, Spiegelbilder unseres Wohlstandes, angefüllt mit vielen Glückserfahrungen.

Ein frisch getrautes Ehepaar tauchte neben der glücklichen Familie am Frühstückstisch auf. Friedenszeiten wurden sichtbar.

Einer der Schüler, es war ein ruhiger, fast schüchterner Junge, der malte ein ganz besonderes Bild. Er malte zunächst eine massive, graue Mauer und dann zeichnete er in diese Mauer hinein   ---   er zeichnete zwei leuchtende, orange - rote Buchstaben. Ganz groß traten die Buchstaben aus der Mauer hervor, und wir alle lasen das kleine und doch so große Wort "Ja".

Als die Mitschüler ihn fragten, was das soll, da konnte er sich zunächst gar nicht richtig ausdrücken. Und dann sagte er: "Für mich ist nur eines wichtig, um glücklich zu sein. Ich brauche jemanden, der endlich einmal  'Ja'  zu mir sagt. Alle sagen zu mir 'Nein'. Alle kritisieren mich. Ich brauche einen, der  'Ja'  zu mir sagt. Ja - ohne wenn und ohne aber."


Ich glaube, liebe Gemeinde, dieser Schüler hat ausgezeichnet das beschrieben, was Jesus selbst mit dem Himmelreich ansagen will.

Nämlich dies: Da ist einer, der sagt "Ja" zu dir.  --  Der sagt "Ja" zur dir ohne wenn und aber.

So einer ist Gott.


Der christliche Glaube bekennt, dass Gottes Herz so groß ist, dass wir dieses "Ja" unmöglich zerstören können. Dieses Ja, liebe Gemeinde, dieses göttliche Ja wartet auf uns in unserem Alltag, in unserem Leben. So wie der Schatz, so wie die Perle auf ihren Entdecker gewartet haben - genauso ist Gottes Ja auf unserem Lebensweg versteckt, und es gilt zuzugreifen, wenn wir ihm begegnen.


Darüber nun, wie Menschen von einem solchen Ja berührt worden sind - - ganz tief in ihrem Herzen - darüber lassen sich unzählig viele Geschichten erzählen.

Manchmal sind das dramatische Geschichten  ---   Erzählungen, in denen Gott selbst zum Zuge kommt. Zumeist aber geht es alltäglich zu: Da sind es die Eltern, in deren Liebe Gott zu den Kindern spricht.  Da sind es die Ehegatten, die sich gegenseitig das Ja Gottes weitersagen.

Da sind es oft ganz kurze Begegnungen, wo ein Mensch erfährt, ich bin wichtig, ich werde gebraucht, so wie ich bin   -   ohne wenn und ohne aber.


Oft jedoch, liebe Gemeinde, da begegnet uns Gott mit seinem Ja, und wir sind unfähig, das "Ja" zu hören. Ich denke mir, dass das einer der Gründe dafür ist, dass wir selbst so wenig glücklich sind. Um diesen Gedanken, um unsere Schwierigkeit mit Gott deutlich zu machen, möchte ich zum Abschluss die beiden Gleichnisse Jesu aus dem 13. Kapitel des Matthäus - Evangeliums noch mal erzählen. Allerdings werden sie diesmal ihren normalen Gang nehmen, nicht so, wie Jesus sie gemalt hat, vielmehr so, wie es uns allen viel eher entspricht.


Die Gleichnisse hören sich dann so an:

Da war ein Mann, ein Landarbeiter, der arbeitete eines Tages auf dem Feld eines Bauern.

Beim Pflügen stieß der Pflug plötzlich an einen Gegenstand, und mit der Erde kam eine Tonscherbe nach oben. Der Landarbeiter dachte:  "Das ist ja fast wie im Märchen. Da unten könnte ein Schatz verborgen sein, ein Schatz in einem Tonkrug."

"Aber so etwas gibt es in Wirklichkeit ja doch nicht", so sagte sich der Mann, und er pflügte weiter und ließ den Schatz liegen, wo er war, denn er war ein Realist, der nicht mit Wundern rechnete. Und so hat er das „Ja“ Gottes nicht gehört. 

Und das andere Gleichnis hört sich neu erzählt so an:

Und es war ein Kaufmann, der gute Perlen sammelte. Und als er eines Tages eine besonders kostbare Perle fand, da entstand in ihm der Wunsch, diese Perle zu besitzen. Aber an diesem Tage hatte er wichtige andere Termine, die es verhinderten, den Kauf vorzunehmen. Als er endlich am übernächsten Tag zur Tat schritt, da war jene Perle bereits in fremden Händen, und er hat sie nie mehr gesehen.

Liebe Gemeinde, ich glaube, dass wir alle in dieser Gefahr stehen: Da spricht Gott zu uns, dass wir in seinen Augen unendlich wertvoll sind, aber wir haben keine Zeit  -  wie der Perlenkaufmann  -  und wir sind zu realistisch, als dass wir das "Ja" Gottes wirklich ergreifen.


Das aber, so sagt Jesus in seinen Gleichnissen   -   das aber ist das Entscheidende, dass wir uns von Gottes  "Ja"  finden lassen und es dann ganz fest in unseren Herzen festhalten  -  diesen Glauben, dass wir als Kinder Gottes so wertvoll sind wie eine besonders kostbare Perle, so wertvoll wie ein großer Schatz.Amen.


Liebe Gemeinde,

ich habe im Urlaub im Odenwald Perlen entdeckt  --  Elfenbein - Perlen. Perlen, die dieses eine erzählen: Gott sagt „Ja“ zu dir.

Ich glaube, dieser Glaubenssatz ist so wichtig, dass wir uns immer wieder daran erinnern sollten. Und so soll jeder von uns so eine Perle geschenkt bekommen. Damit sie nicht verloren geht, habe ich sie mit einer Sicherheitsnadel verbunden. So kann man sie sich zum Beispiel anstecken, so dass Sie ab und zu erinnert werden an das große „Ja“ Gottes.

Wenn wir die Perle sehen und fühlen, dann werden wir merken, dass nicht nur wir selbst, dass vielmehr auch der Freund, der Nachbar und der Fremde unter dem großen „Ja“ Gottes stehen.

Der Friede Gottes ist mit uns allen. Amen.


Liebe Gemeinde,

der heutige Predigttext besteht aus zwei ganz kurzen Gleichnissen Jesu.

Sie erzählen vom Himmelreich. Sie erzählen davon, wonach wir uns von ganzem Herzen sehnen. Vielleicht wissen wir das gar nicht, was für ein großer Wunsch da ganz tief in uns schlummert.

Aber ich glaube, eine Ahnung vom Himmelreich, davon, wie es sein könnte, dass ich echt glücklich bin   ---   solch eine Ahnung hat wohl jeder Mensch.

In der alltäglichen Werbung, im Fernsehen, in den Zeitschriften wird das ja sichtbar: das Paradies auf Erden:    "Ein Gläschen Sekt und die Sorgen schwinden", "ein Urlaub auf Mallorca und alle verbrauchten Energien kehren zurück".

Aber bin ich dann wirklich im Glück?   Ist das wirklich das Himmelreich?

Kann ein neues Auto all unsere Sehnsucht stillen? Und ist das eigene Haus in der Tat die Erfüllung aller Träume?

Jesus sagt: Das Himmelreich gleicht einem Schatz, der im Acker verborgen ist. Den fand ein Mensch, und er versteckte ihn schnell wieder. Und er ging in seiner Freude hin und verkaufte alles, was er hatte, und er kaufte sich den Acker.

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen sammelte. Und als er eine besonders kostbare Perle fand, da ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte diese eine.


Darauf kommt es an, so sagt Jesus: Wer das Himmelreich entdeckt   ---    wer das findet, was seine tiefste Sehnsucht stillt, für den gibt es kein Halten mehr. Der gibt in seiner Freude alles her, was sein eigen ist, um dieses Eine zu haben.


Aber, liebe Gemeinde, was ist dieses Eine?

Was ist es, was uns fehlt, damit wir sagen können: Ich bin glücklich. Ich bin am Ziel angekommen, nun können mir sogar Sterben und Tod nichts mehr anhaben.

Hierüber sagt Jesus ja nichts, darüber, was nun das Himmelreich ausmacht.


Mir selbst hat vor einigen Jahren ein Schüler für diese Frage die Augen geöffnet. Urplötzlich habe ich damals gespürt, dass das, was er sagte, eine Antwort von Gott her war. Und so möchte ich ihnen davon erzählen, wie es dazu kam:

Wir sprachen damals in der Schule über das Thema "Glück",  ...   also über die Frage: "Was der Mensch zum Leben braucht, damit er zufrieden seinen Weg gehen kann."


In einer dieser Stunden erschien ich im Klassenraum mit einem Stapel Illustrierten, mit Papier und Malstiften und forderte die Klasse auf, zum Thema "Glück" ein Bild zu malen oder eine Collage zu entwerfen.

Sie können sich, liebe Gemeinde, gewiss vorstellen, was für Bilder da entstanden sind.

Sie waren farbenfreudig, Spiegelbilder unseres Wohlstandes, angefüllt mit vielen Glückserfahrungen.

Ein frisch getrautes Ehepaar tauchte neben der glücklichen Familie am Frühstückstisch auf. Friedenszeiten wurden sichtbar.

Einer der Schüler, es war ein ruhiger, fast schüchterner Junge, der malte ein ganz besonderes Bild. Er malte zunächst eine massive, graue Mauer und dann zeichnete er in diese Mauer hinein   ---   er zeichnete zwei leuchtende, orange - rote Buchstaben. Ganz groß traten die Buchstaben aus der Mauer hervor, und wir alle lasen das kleine und doch so große Wort "Ja".

Als die Mitschüler ihn fragten, was das soll, da konnte er sich zunächst gar nicht richtig ausdrücken. Und dann sagte er: "Für mich ist nur eines wichtig, um glücklich zu sein. Ich brauche jemanden, der endlich einmal  'Ja'  zu mir sagt. Alle sagen zu mir 'Nein'. Alle kritisieren mich. Ich brauche einen, der  'Ja'  zu mir sagt. Ja - ohne wenn und ohne aber."


Ich glaube, liebe Gemeinde, dieser Schüler hat ausgezeichnet das beschrieben, was Jesus selbst mit dem Himmelreich ansagen will.

Nämlich dies: Da ist einer, der sagt "Ja" zu dir.  --  Der sagt "Ja" zur dir ohne wenn und aber.

So einer ist Gott.


Der christliche Glaube bekennt, dass Gottes Herz so groß ist, dass wir dieses "Ja" unmöglich zerstören können. Dieses Ja, liebe Gemeinde, dieses göttliche Ja wartet auf uns in unserem Alltag, in unserem Leben. So wie der Schatz, so wie die Perle auf ihren Entdecker gewartet haben - genauso ist Gottes Ja auf unserem Lebensweg versteckt, und es gilt zuzugreifen, wenn wir ihm begegnen.


Darüber nun, wie Menschen von einem solchen Ja berührt worden sind - - ganz tief in ihrem Herzen - darüber lassen sich unzählig viele Geschichten erzählen.

Manchmal sind das dramatische Geschichten  ---   Erzählungen, in denen Gott selbst zum Zuge kommt. Zumeist aber geht es alltäglich zu: Da sind es die Eltern, in deren Liebe Gott zu den Kindern spricht.  Da sind es die Ehegatten, die sich gegenseitig das Ja Gottes weitersagen.

Da sind es oft ganz kurze Begegnungen, wo ein Mensch erfährt, ich bin wichtig, ich werde gebraucht, so wie ich bin   -   ohne wenn und ohne aber.


Oft jedoch, liebe Gemeinde, da begegnet uns Gott mit seinem Ja, und wir sind unfähig, das "Ja" zu hören. Ich denke mir, dass das einer der Gründe dafür ist, dass wir selbst so wenig glücklich sind. Um diesen Gedanken, um unsere Schwierigkeit mit Gott deutlich zu machen, möchte ich zum Abschluss die beiden Gleichnisse Jesu aus dem 13. Kapitel des Matthäus - Evangeliums noch mal erzählen. Allerdings werden sie diesmal ihren normalen Gang nehmen, nicht so, wie Jesus sie gemalt hat, vielmehr so, wie es uns allen viel eher entspricht.


Die Gleichnisse hören sich dann so an:

Da war ein Mann, ein Landarbeiter, der arbeitete eines Tages auf dem Feld eines Bauern.

Beim Pflügen stieß der Pflug plötzlich an einen Gegenstand, und mit der Erde kam eine Tonscherbe nach oben. Der Landarbeiter dachte:  "Das ist ja fast wie im Märchen. Da unten könnte ein Schatz verborgen sein, ein Schatz in einem Tonkrug."

"Aber so etwas gibt es in Wirklichkeit ja doch nicht", so sagte sich der Mann, und er pflügte weiter und ließ den Schatz liegen, wo er war, denn er war ein Realist, der nicht mit Wundern rechnete. Und so hat er das „Ja“ Gottes nicht gehört. 

Und das andere Gleichnis hört sich neu erzählt so an:

Und es war ein Kaufmann, der gute Perlen sammelte. Und als er eines Tages eine besonders kostbare Perle fand, da entstand in ihm der Wunsch, diese Perle zu besitzen. Aber an diesem Tage hatte er wichtige andere Termine, die es verhinderten, den Kauf vorzunehmen. Als er endlich am übernächsten Tag zur Tat schritt, da war jene Perle bereits in fremden Händen, und er hat sie nie mehr gesehen.

Liebe Gemeinde, ich glaube, dass wir alle in dieser Gefahr stehen: Da spricht Gott zu uns, dass wir in seinen Augen unendlich wertvoll sind, aber wir haben keine Zeit  -  wie der Perlenkaufmann  -  und wir sind zu realistisch, als dass wir das "Ja" Gottes wirklich ergreifen.


Das aber, so sagt Jesus in seinen Gleichnissen   -   das aber ist das Entscheidende, dass wir uns von Gottes  "Ja"  finden lassen und es dann ganz fest in unseren Herzen festhalten  -  diesen Glauben, dass wir als Kinder Gottes so wertvoll sind wie eine besonders kostbare Perle, so wertvoll wie ein großer Schatz.Amen.


Liebe Gemeinde,

ich habe im Urlaub im Odenwald Perlen entdeckt  --  Elfenbein - Perlen. Perlen, die dieses eine erzählen: Gott sagt „Ja“ zu dir.

Ich glaube, dieser Glaubenssatz ist so wichtig, dass wir uns immer wieder daran erinnern sollten. Und so soll jeder von uns so eine Perle geschenkt bekommen. Damit sie nicht verloren geht, habe ich sie mit einer Sicherheitsnadel verbunden. So kann man sie sich zum Beispiel anstecken, so dass Sie ab und zu erinnert werden an das große „Ja“ Gottes.

Wenn wir die Perle sehen und fühlen, dann werden wir merken, dass nicht nur wir selbst, dass vielmehr auch der Freund, der Nachbar und der Fremde unter dem großen „Ja“ Gottes stehen.

Der Friede Gottes ist mit uns allen. Amen.


Liebe Gemeinde,

der heutige Predigttext besteht aus zwei ganz kurzen Gleichnissen Jesu.

Sie erzählen vom Himmelreich. Sie erzählen davon, wonach wir uns von ganzem Herzen sehnen. Vielleicht wissen wir das gar nicht, was für ein großer Wunsch da ganz tief in uns schlummert.

Aber ich glaube, eine Ahnung vom Himmelreich, davon, wie es sein könnte, dass ich echt glücklich bin   ---   solch eine Ahnung hat wohl jeder Mensch.

In der alltäglichen Werbung, im Fernsehen, in den Zeitschriften wird das ja sichtbar: das Paradies auf Erden:    "Ein Gläschen Sekt und die Sorgen schwinden", "ein Urlaub auf Mallorca und alle verbrauchten Energien kehren zurück".

Aber bin ich dann wirklich im Glück?   Ist das wirklich das Himmelreich?

Kann ein neues Auto all unsere Sehnsucht stillen? Und ist das eigene Haus in der Tat die Erfüllung aller Träume?

Jesus sagt: Das Himmelreich gleicht einem Schatz, der im Acker verborgen ist. Den fand ein Mensch, und er versteckte ihn schnell wieder. Und er ging in seiner Freude hin und verkaufte alles, was er hatte, und er kaufte sich den Acker.

Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen sammelte. Und als er eine besonders kostbare Perle fand, da ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte diese eine.


Darauf kommt es an, so sagt Jesus: Wer das Himmelreich entdeckt   ---    wer das findet, was seine tiefste Sehnsucht stillt, für den gibt es kein Halten mehr. Der gibt in seiner Freude alles her, was sein eigen ist, um dieses Eine zu haben.


Aber, liebe Gemeinde, was ist dieses Eine?

Was ist es, was uns fehlt, damit wir sagen können: Ich bin glücklich. Ich bin am Ziel angekommen, nun können mir sogar Sterben und Tod nichts mehr anhaben.

Hierüber sagt Jesus ja nichts, darüber, was nun das Himmelreich ausmacht.


Mir selbst hat vor einigen Jahren ein Schüler für diese Frage die Augen geöffnet. Urplötzlich habe ich damals gespürt, dass das, was er sagte, eine Antwort von Gott her war. Und so möchte ich ihnen davon erzählen, wie es dazu kam:

Wir sprachen damals in der Schule über das Thema "Glück",  ...   also über die Frage: "Was der Mensch zum Leben braucht, damit er zufrieden seinen Weg gehen kann."


In einer dieser Stunden erschien ich im Klassenraum mit einem Stapel Illustrierten, mit Papier und Malstiften und forderte die Klasse auf, zum Thema "Glück" ein Bild zu malen oder eine Collage zu entwerfen.

Sie können sich, liebe Gemeinde, gewiss vorstellen, was für Bilder da entstanden sind.

Sie waren farbenfreudig, Spiegelbilder unseres Wohlstandes, angefüllt mit vielen Glückserfahrungen.

Ein frisch getrautes Ehepaar tauchte neben der glücklichen Familie am Frühstückstisch auf. Friedenszeiten wurden sichtbar.

Einer der Schüler, es war ein ruhiger, fast schüchterner Junge, der malte ein ganz besonderes Bild. Er malte zunächst eine massive, graue Mauer und dann zeichnete er in diese Mauer hinein   ---   er zeichnete zwei leuchtende, orange - rote Buchstaben. Ganz groß traten die Buchstaben aus der Mauer hervor, und wir alle lasen das kleine und doch so große Wort "Ja".

Als die Mitschüler ihn fragten, was das soll, da konnte er sich zunächst gar nicht richtig ausdrücken. Und dann sagte er: "Für mich ist nur eines wichtig, um glücklich zu sein. Ich brauche jemanden, der endlich einmal  'Ja'  zu mir sagt. Alle sagen zu mir 'Nein'. Alle kritisieren mich. Ich brauche einen, der  'Ja'  zu mir sagt. Ja - ohne wenn und ohne aber."


Ich glaube, liebe Gemeinde, dieser Schüler hat ausgezeichnet das beschrieben, was Jesus selbst mit dem Himmelreich ansagen will.

Nämlich dies: Da ist einer, der sagt "Ja" zu dir.  --  Der sagt "Ja" zur dir ohne wenn und aber.

So einer ist Gott.


Der christliche Glaube bekennt, dass Gottes Herz so groß ist, dass wir dieses "Ja" unmöglich zerstören können. Dieses Ja, liebe Gemeinde, dieses göttliche Ja wartet auf uns in unserem Alltag, in unserem Leben. So wie der Schatz, so wie die Perle auf ihren Entdecker gewartet haben - genauso ist Gottes Ja auf unserem Lebensweg versteckt, und es gilt zuzugreifen, wenn wir ihm begegnen.


Darüber nun, wie Menschen von einem solchen Ja berührt worden sind - - ganz tief in ihrem Herzen - darüber lassen sich unzählig viele Geschichten erzählen.

Manchmal sind das dramatische Geschichten  ---   Erzählungen, in denen Gott selbst zum Zuge kommt. Zumeist aber geht es alltäglich zu: Da sind es die Eltern, in deren Liebe Gott zu den Kindern spricht.  Da sind es die Ehegatten, die sich gegenseitig das Ja Gottes weitersagen.

Da sind es oft ganz kurze Begegnungen, wo ein Mensch erfährt, ich bin wichtig, ich werde gebraucht, so wie ich bin   -   ohne wenn und ohne aber.


Oft jedoch, liebe Gemeinde, da begegnet uns Gott mit seinem Ja, und wir sind unfähig, das "Ja" zu hören. Ich denke mir, dass das einer der Gründe dafür ist, dass wir selbst so wenig glücklich sind. Um diesen Gedanken, um unsere Schwierigkeit mit Gott deutlich zu machen, möchte ich zum Abschluss die beiden Gleichnisse Jesu aus dem 13. Kapitel des Matthäus - Evangeliums noch mal erzählen. Allerdings werden sie diesmal ihren normalen Gang nehmen, nicht so, wie Jesus sie gemalt hat, vielmehr so, wie es uns allen viel eher entspricht.


Die Gleichnisse hören sich dann so an:

Da war ein Mann, ein Landarbeiter, der arbeitete eines Tages auf dem Feld eines Bauern.

Beim Pflügen stieß der Pflug plötzlich an einen Gegenstand, und mit der Erde kam eine Tonscherbe nach oben. Der Landarbeiter dachte:  "Das ist ja fast wie im Märchen. Da unten könnte ein Schatz verborgen sein, ein Schatz in einem Tonkrug."

"Aber so etwas gibt es in Wirklichkeit ja doch nicht", so sagte sich der Mann, und er pflügte weiter und ließ den Schatz liegen, wo er war, denn er war ein Realist, der nicht mit Wundern rechnete. Und so hat er das „Ja“ Gottes nicht gehört. 

Und das andere Gleichnis hört sich neu erzählt so an:

Und es war ein Kaufmann, der gute Perlen sammelte. Und als er eines Tages eine besonders kostbare Perle fand, da entstand in ihm der Wunsch, diese Perle zu besitzen. Aber an diesem Tage hatte er wichtige andere Termine, die es verhinderten, den Kauf vorzunehmen. Als er endlich am übernächsten Tag zur Tat schritt, da war jene Perle bereits in fremden Händen, und er hat sie nie mehr gesehen.

Liebe Gemeinde, ich glaube, dass wir alle in dieser Gefahr stehen: Da spricht Gott zu uns, dass wir in seinen Augen unendlich wertvoll sind, aber wir haben keine Zeit  -  wie der Perlenkaufmann  -  und wir sind zu realistisch, als dass wir das "Ja" Gottes wirklich ergreifen.


Das aber, so sagt Jesus in seinen Gleichnissen   -   das aber ist das Entscheidende, dass wir uns von Gottes  "Ja"  finden lassen und es dann ganz fest in unseren Herzen festhalten  -  diesen Glauben, dass wir als Kinder Gottes so wertvoll sind wie eine besonders kostbare Perle, so wertvoll wie ein großer Schatz.Amen.


Liebe Gemeinde,

ich habe im Urlaub im Odenwald Perlen entdeckt  --  Elfenbein - Perlen. Perlen, die dieses eine erzählen: Gott sagt „Ja“ zu dir.

Ich glaube, dieser Glaubenssatz ist so wichtig, dass wir uns immer wieder daran erinnern sollten. Und so soll jeder von uns so eine Perle geschenkt bekommen. Damit sie nicht verloren geht, habe ich sie mit einer Sicherheitsnadel verbunden. So kann man sie sich zum Beispiel anstecken, so dass Sie ab und zu erinnert werden an das große „Ja“ Gottes.

Wenn wir die Perle sehen und fühlen, dann werden wir merken, dass nicht nur wir selbst, dass vielmehr auch der Freund, der Nachbar und der Fremde unter dem großen „Ja“ Gottes stehen.